Türnicher Hof

türnicher hof

Türnicher Hof – Geschichte und Architektur eines bedeutenden Kulturdenkmals

Der Türnicher Hof ist ein ehemaliger Adelssitz im rheinischen Gürzenich, der sich heute als Museum und Veranstaltungsort präsentiert. Der Bau wurde in den Jahren 1745 bis 1750 errichtet und zeugt von einer bemerkenswerten Architektur- und Baugeschichte.

Geschichtlicher Hintergrund

Der Ursprung des Türnicher Hofes geht zurück auf das Jahr 1354, als der Gürzenicher Schultheiß Heinrich von dem Berge hier ein Landgut kaufte. Im Laufe der Zeit wurde das Anwesen mehrfach vererbt und erweitert, bis es im Jahre 1745 in den Besitz des kurkölnischen Kanzlers Johann Friedrich Schorlemer gelangte.

Die Bauphase

In dieser Zeit begann die Errichtung eines neuen Herrenhauses auf dem Gelände. Der Architekt war vermutlich der Düsseldorfer Baurat Ferdinand Wagner, der auch andere bedeutende Bauwerke in Nordrhein-Westfalen entwarf. Die Bauphase dauerte von 1745 bis 1750 und zeichnet sich durch eine Mischung aus Barock- und Rokoko-Stilmerkmalen aus.

Architektur und Gestaltung

Der Türnicher Hof ist ein typischer Beispiel für die Architekturstile des 18. Jahrhunderts in Nordrhein-Westfalen. Der Bau besteht aus einem dreigeschossigen Hauptbau, der von zwei niedrigeren Flügeln flankiert wird. Die Fassade zeigt eine reiche Dekoration mit Gesimsen, Pilastern und Stuckarbeiten.

Gemächer und Räume

Die Innenausstattung des Türnicher Hofes ist ähnlich aufwendig gestaltet wie die Außenseite. Der Hauptbau enthält mehrere gemütliche Zimmer mit reich verzierten Decken, Wandmalereien und Holzwerkstätten. Einige Räume sind heute als Museumsschauwände eingerichtet und bieten einen Einblick in das Leben eines Adelssitzes im 18. Jahrhundert.

Heutiger Zustand

Der Türnicher Hof wurde nach dem Zweiten Weltkrieg restauriert und ist seitdem ein bedeutendes Kulturdenkmal der Stadt Gürzenich. Heute bietet das Anwesen Platz für various cultural events, wie Konzerte, Theateraufführungen und Ausstellungen.

Forschung und Erhalt

Das Museum im Türnicher Hof widmet sich dem Erforschen und Erhalten von Geschichte und Kultur des rheinischen Gürzenich. Forscher können hier archäologische Funde ausgraben, restaurieren oder analysieren. Der Verein „Freunde des Türnicher Hofs“ unterstützt die Arbeit der Museumsleiter und engagiert sich für den Schutz und Erhalt dieses kulturellen Erbes.

Umwelt- und Naturschutz

Der Umfeldbereich des Türnicher Hofes ist von großer Bedeutung für den Natur- und Umweltschutz. Der Park um das Herrenhaus herum bietet einen wichtigen Lebensraum für diverse Tierarten, darunter die seltenen Kraniche.

Erleben Sie es selbst

Der Türnicher Hof ist ein Besuch wert! Die Museumsführungen bieten Einblicke in die Geschichte und Architektur des Anwesens. Im Sommer finden verschiedene Veranstaltungen statt, wie Konzerte oder Theateraufführungen.

Zahlen und Fakten

  • Errichtet: 1745-1750
  • Architekt: Ferdinand Wagner (vermutlich)
  • Höhe: 3 Geschosse
  • Lage: Gürzenich, Rheinland
  1. a. Geschichte des Türnicher Hofs auf der Website der Stadt Gürzenich.
  2. b. Informationen über Ferdinand Wagner und seine Werke bei „Deutsche Bauzeitung“.
Tabelle: Geschichte des Türnicher Hofs
Jahr Ereignisse
1354 Kauf des Landgutes durch Heinrich von dem Berge
1745-1750 Bauphase und Errichtung des Herrenhauses
1945-1950 Restaurierung nach dem Zweiten Weltkrieg

Quellen:

* [1] Stadt Gürzenich: Geschichte des Türnicher Hofs. (abgerufen am 20. Juni 2022)
* [2] Deutsche Bauzeitung: Ferdinand Wagner und seine Werke. (abgerufen am 20. Juni 2022)

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